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Teilnehmer:


Chris Falke - Xander

Tanja Gügel - Magic Eyes

Manuela Ehrnsperger - Merlin

Gabi Hartl - Viktoria

Mike Hartl - Dusty


Begleitpersonen:


Steffi Lemm

Diana Schmid

Sigi Steuer



12.-13.02.2009 Leonhardiritt in Furth im Wald oder „Trachten mal ganz anders“


Erfahrungen??? Oh ja, die haben wir gemacht! Und erlebt haben wir auch etwas. Was? Das folgt nun:


Wir hatten mit unseren neuen Teammitgliedern Gabi, Mike und Manuela verabredet Ihren ersten Ritt in Furth im Wald durchzuführen. Dieses über 250 Jahre alte christliche Brauchtum zu Ehren des heiligen Leonhard findet immer am Ostermontag  statt und wir konnten nach einigen Anlaufschwierigkeiten bezüglich der Kleidervorschrift an diesem Festzug teilnehmen. Die schriftliche Einladung wurde uns von der Stadt Furth im Wald per Post zugestellt und wir machten uns an die Planung.

Um den Pferden die Reise so angenehm wie möglich zu machen, wurde im Vorfeld ein Reitstall gesucht, der Übernachtungsmöglichkeit für unsere Friesen anbot. Fündig wurden wir im Reitclub am Perlsee in Waldmünchen, zugleich buchten wir im Hotel "Bayrischer Hof" Zimmer für uns alle.


Am Ostersonntag trafen wir uns um 13 Uhr an der Reitanlage Mainburg, um dann gemeinsam die Reise nach Waldmünchen anzutreten. Ca. 15:30 Uhr erreichten wir dort den Reitclub und waren überrascht über die Stallungen, die für unsere Pferde vorbereitet waren. Ein echtes Pferdeparadies! Boxen dreimal so groß wie gewohnt, Paddocks direkt an der Box in der selben Dimension und Heu im Überfluss.  Es war eine Freude, zu sehen, wie schnell sich alle Pferde angefreundeten haben und sich gegenseitig zärtlich an den Mähnen knabberten. Merlin, der von der Tatsache und der Größe des Paddocks überrascht war, lief immer wieder aus der Box heraus, um zu sehen, ob denn der Paddock noch vorhanden oder alles nur ein Traum ist.


Wir lernten dort eine Einstellerin, Frau Daniela Achatz, kennen, die am gleichen Stall ihre Friesenstute Xenia untergebracht hat und nach einer Verschnaufpause und einem gemütlichen Essen in der nahe gelegenen Wirtschaft unternahm sie mit uns einen Ausritt. Man kann sich also vorstellen, dass es nicht nur unseren Friesen sondern auch uns dort sehr gut gefallen hat. Viele Grüße an dieser Stelle nach Waldmünchen und ein dickes Dankeschön für die herzliche Fürsorge!


Fotos


Am nächsten Tag ging es dann schon SEHR zeitig früh morgens los. Frühstück um 6.15 Uhr, 7.00 Uhr Pferde putzen und verladen und dann Abfahrt nach Furth um 7.45 Uhr.

Wir waren natürlich sehr gespannt, da im Vorfeld einiges an Überzeugungsarbeit unsererseits erforderlich war, damit wir überhaupt teilnehmen durften. Der Veranstalter war der festen Überzeugung, dass unsere barocken Kostüme nicht angebracht wären und normale Reitkleidung wurde als Alternative auch nicht akzeptiert. Man wollte uns unbedingt in eine Tracht stecken. Mit einem Historiker als Unterstützung wurde uns dann doch erlaubt, in unseren barocken Kostümen teilzunehmen.

So haben wir uns dann alle  richtig schick gemacht, jede gab ihr Bestes und es war eine Freude zu sehen, wie sich alles an Ross und Reiter veränderte. Alles lief ohne Hektik ab, alles mit viel Ruhe und Geduld und pünktlich ritten wir dann zur Festwiese, die als Aufstellungsplatz diente. Die erste Überraschung kam dann schon bei der Aufstellung für den Umzug. Man hatte uns als vorletzte Reitergruppe platziert. Es dauerte eine volle Stunde, bis der Festzug aufgestellt war und sich in Bewegung setzte. Drei Musikkapellen, ca.15 Gespanne, ein Esel und wie wir später erfuhren, insgesamt 344 Pferde, bildeten den Festzug. Wir nutzten die Zeit  bis alle Teilnehmer des Rittes sich aufgestellt hatten und konnten so in der Zwischenzeit auch die anderen Reiter und ihre Pferde anschauen. Wir hatten ja immer noch unsere Erwartungshaltung! Aber welche Enttäuschung! Wir waren wohl die einzigen, bei denen so viel Aufhebens um die Kleiderfrage gemacht wurde. Wir reden hier nicht von den Teilnehmern, die in Tracht oder eleganter Reitkleidung unterwegs waren. Das Erstaunen war groß, als auch Jeans, bunte T-Shirts und allerlei andere sehr interessante „Bekleidungskompositionen“ im Zug vertreten waren. Besondere Verwirrung bei uns stifteten Festzugsteilnehmer mit karierten Blusen und grün gefärbten Haaren.

Dann ging es endlich los und wir konnten uns in den Zug einreihen. Hinter uns bildete eine Gruppe von fünf Reitern in Tracht das Schlusslicht des Festzuges. Endlich mal wirklich Tracht!!!

Wir umrundeten die kleine Leonhardikapelle und mussten leider einen Niederschlag, im wahrsten Sinne des Wortes, hinnehmen. Eines der Pferde wurde etwas unruhig im Angesicht des Glocken läutenden Priesters und so musste sich einer unserer neuen Mitreiter der Schwerkraft ergeben. Außer einem Einschlag im Sitzmuskel und einem Anschlag auf den Stolz ist aber kein Schaden entstanden. Alle anderen Pferde und Reiter bewiesen, dass sie Profis sind und so konnte der Ritt durch die abgesperrten Straßen von Furth weitergehen.  Ohne weitere Zwischenfälle – wenn man von Applaus und Nachfragen der Zuschauer absieht – beendeten wir aber dann den Ritt vorzeitig. Auf die Feldmesse am Stadtplatz haben wir bewusst aus Rücksicht auf unsere "Frischlinge" verzichtet. Wir wollten so ein Erlebnis mit einem positivem Eindruck beenden, um den Pferden den Spaß zu erhalten.


Fazit:


Wir sind auch ohne Tracht, wie auch immer man das definieren möchte, gut angekommen und es hat sowohl uns, den Pferden und auch den Zuschauern viel Freude gemacht.

 

Laut Presse haben in diesem Jahr 334 Reiter teilgenommen und ca. 8.000 Besucher den Leonhardiritt angeschaut....und sechs Friesen und ein Tinker….


Ein herzliches Dankeschön an Herrn Jürgen Friedl, Tourist-Information Furth im Wald, für die Einteilung im Festzug


...denn bekanntlich kommt das Beste zum Schluss


Fotos


Einen ganz lieben Dank an Steffi, Diana, Sigi und alle Personen die uns Reitern so tatkräftig unterstützt und beim Festzug begleitet haben.