FriesenteamExcalibur
Wir über uns
Unsere Freunde
Veranstaltungen
2008
2009
Leonhardiritt Furth
Kreuzritt Scheyern
Ansbacher Rokokofest
Schloss Schleißheim
Hochzeit Manu + Will
Leonhardi Grafing
Leonhard.Bad Gögging
Leonhardiritt FFB
Leonhardi Seebarn
2010
2011
2012
2013
2014
News
Referenzen
Sponsoren
Interessante Links
Gästebuch
Kontakt
Forum
Impressum
Sitemap

 Leonhardifahrt in Seebarn


Sammelpunkt für Ross, Reiter und Kutschen ist das kleine Kirchlein am Dorfeingang. Über 120 Pferde, darunter vier Gespanne, erwartet Adolf Greiner, Vorsitzender des Heimatvereins, zu dieser Prozession auf dem Pferderücken. Angeführt von den Musikern der Blaskapelle Seebarn bewegt sich der feierlicher Zug durch die Ortsstraße. Am Dorfende liegt die Kapelle Sankt Leonhard, die dem Patron der Bauern, der Schmiede, der Gefangenen, des Viehs - und eben der Pferde - geweiht ist.

Eine große Figur des Heiligen transportiert Josef Turban in seiner Kutsche, das Kruzifix fährt im Gespann der Familie Gleixner voran, auch Pfarrer Richard Salzl und Bürgermeister Wolfgang Bayerl haben darin Platz genommen. "Es macht wirklich Freude, diese zahlreichen Reiter und die prächtig herausgeputzten Pferde zu sehen", bekennt das Stadtoberhaupt in seiner Begrüßung vor der Kapelle.


Seebarn Glaubensbekenntnis hoch zu Ross Leonhardi-Wallfahrt mit über 120 Pferden - Tiere besonders herausgeputzt - Kapelle voll besetzt

Nur ein Teil der zahlreichen Gläubigen findet beim anschließenden Gottesdienst in der Kirche Platz. Viele feiern die Messe aber unter freiem Himmel mit, per Lautsprecher werden Gebet, Predigt und Gesänge nach draußen übertragen. Pfarrer Salzl ruft in seiner Predigt einen alten Brauch in Erinnerung: Bei Sorgen um den Viehbestand seien kleine Tierfiguren aus Eisen in der Kirche aufgestellt und dazu ein Gebet gesprochen worden. Er verrät, dass sich solche Figuren noch im Seebarner Heimatmuseum erhalten haben.

Nach den Worten des Geistlichen reicht die Verehrung des heiligen Leonhard bis ins Mittelalter zurück. "Damals hatten die Bauern eben kein Geld für einen Tierarzt" und so sei eben Leonhard als Viehpatron angerufen worden. Aber auch heute könne mit Geld nicht alles gekauft werden und vielleicht helfe ja auch hier die Fürsprache des Heiligen. Pfarrer Salzl gibt der Hoffnung Ausdruck, dass die "Mächtigen" Verständnis für die Nöte der Landwirte bekommen - "es ist nicht richtig, dass ein Hof nach dem anderen aufgeben muss und die Bauern jammern müssen, weil sie nicht genug für ihre Erzeugnisse bekommen".


Seebarn Glaubensbekenntnis hoch zu Ross Leonhardi-Wallfahrt mit über 120 Pferden - Tiere besonders herausgeputzt - Kapelle voll besetzt

Ross und Reiter genießen während des Gottesdienstes eine Ruhepause: Während sich viele zweibeinige Pilger mit einer Wiener-Semmel stärken oder die Kälte des Sonntagvormittag mit einem Glühwein aus den Knochen vertreiben, schmeckt den Vierbeinern das Gras auf der nahe gelegenen Wiese. Eine besondere Spezialität für die Tiere sind aber die "Leonhardi-Zeltln": Dieses "Gebäck" ist aus Roggenmehl und Wasser hergestellt, im Backofen getrocknet und an Allerheiligen geweiht worden. Die "Zeltln" werden an die Tiere verfüttert und sollen vor Unglück und Krankheit beschützen.

Zurück in den Stall


Dass soll auch der Segen, den Pfarrer Richard Salzl nach der Messe Mensch und Tier spendet. Zur Erinnerung an die Leonhardi-Wallfahrt 2009 teilen Kreisheimatpfleger Theo Männer und Bürgermeister Wolfgang Bayerl noch bunte Plaketten aus, die den Pferden ans Zaumzeug geheftet werden. Danach geht's für die Tiere zurück in den heimischen Stall. Und wenig später erinnern nur noch zahlreiche Pferdeäpfel links und rechts der Straße an die Wallfahrt und das Geklapper von über 400 Hufen.

 

Nur ein Teil der zahlreichen Gläubigen findet beim anschließenden Gottesdienst in der Kirche Platz. Viele feiern die Messe aber unter freiem Himmel mit, per Lautsprecher werden Gebet, Predigt und Gesänge nach draußen übertragen. Pfarrer Salzl ruft in seiner Predigt einen alten Brauch in Erinnerung: Bei Sorgen um den Viehbestand seien kleine Tierfiguren aus Eisen in der Kirche aufgestellt und dazu ein Gebet gesprochen worden. Er verrät, dass sich solche Figuren noch im Seebarner Heimatmuseum erhalten haben.

Nach den Worten des Geistlichen reicht die Verehrung des heiligen Leonhard bis ins Mittelalter zurück. "Damals hatten die Bauern eben kein Geld für einen Tierarzt" und so sei eben Leonhard als Viehpatron angerufen worden. Aber auch heute könne mit Geld nicht alles gekauft werden und vielleicht helfe ja auch hier die Fürsprache des Heiligen. Pfarrer Salzl gibt der Hoffnung Ausdruck, dass die "Mächtigen" Verständnis für die Nöte der Landwirte bekommen - "es ist nicht richtig, dass ein Hof nach dem anderen aufgeben muss und die Bauern jammern müssen, weil sie nicht genug für ihre Erzeugnisse bekommen".

 

Ross und Reiter genießen während des Gottesdienstes eine Ruhepause: Während sich viele zweibeinige Pilger mit einer Wiener-Semmel stärken oder die Kälte des Sonntagvormittag mit einem Glühwein aus den Knochen vertreiben, schmeckt den Vierbeinern das Gras auf der nahe gelegenen Wiese. Eine besondere Spezialität für die Tiere sind aber die "Leonhardi-Zeltln": Dieses "Gebäck" ist aus Roggenmehl und Wasser hergestellt, im Backofen getrocknet und an Allerheiligen geweiht worden. Die "Zeltln" werden an die Tiere verfüttert und sollen vor Unglück und Krankheit beschützen.



Teilnehmer:


Gabi Hartl – Viktoria

Manuela Schmidbauer – Nikolaj

Andrea Zwick – Dusty


Fotos